Die eigenen Kunden kennenlernen
Wer genau kauft eigentlich mein Produkt? Nicht die idealisierten, sondern die wahren Kunden machen den aktuellen Umsatz aus. Deshalb stehen Marketer und Vertriebler vor der Herausforderung, ihre Käufer kennenzulernen. Eine Kundenanalyse hilft besonders dabei, die Kundenzufriedenheit festzustellen – die einen besonders hohen Stellenwert in den langfristigen Kundenbeziehungen im B2B einnimmt.
Die Kundenanalyse, auch Customer Analytics genannt, definiert Kundendaten eines Unternehmens systematisch. So können Firmen die Wertigkeit der jeweiligen Kundenkontakte einordnen und sie möglichst profitabel nutzen. Dazu stehen unterschiedliche Modelle zu Verfügung, je nachdem, zu welchem Zweck in welcher Abteilung die Analyse benötigt wird. Besonders Marketing und Vertrieb, aber auch andere Abteilungen, deren Arbeit von Kundendaten abhängt, gestalten ihre Arbeit mit dieser Einteilung effizienter und erhöhen ihre Gewinne.
Viele Abteilungen in einem Unternehmen verwenden unterschiedliche Tools und Speicherorte wie CRM- und ERP-Systeme. Darunter leidet die Tiefe und Aktualität der Kundendaten. Die Kundenanalyse soll eine vollumfassende Sicht auf den Endkunden bieten, weshalb eine Datengrundlage en détail ausschlaggebend ist für ein exaktes Ergebnis.
Besonders im Business-Bereich entscheiden individuelle Belange über den Kundenstatus, weshalb ein zugeschnittenes Angebot sowie eine spezifische Ansprache über unternehmerischen Erfolg entscheiden. Wer im B2B alle Kunden gleich anspricht, verliert. Deshalb ergibt eine Kundenanalyse im B2B durchaus Sinn. Dafür benötigen Analytiker möglichst viele relevante Daten, um das Verhalten des Abnehmers und des Ansprechpartners sowie deren Bedeutung als Kunde einzuschätzen. Zu den zentralen Fakten für eine Kundenanalyse zählen:
Um Kunden kennenzulernen, zählen nahezu alle Informationen, die Sales-Verantwortliche erheben können. Für mehr Durchblick und eine strukturierte Einteilung der Kunden in Gruppen aufgrund von Unterschieden zueinander und in Bezug auf das Marktgeschehen sorgt eine Marktanalyse. So erhält der Vertrieb zuerst einen umfänglichen Eindruck, bevor er die Kunden im Einzelnen unter die Lupe nimmt. Auch eine Marktsegmentierung hilft als Zwischenschritt besonders im B2B, um eine Einteilung in spezifische Kundengruppen zu erreichen.
Als kleinste Analyseeinheit in diesem Ablauf weist die Kundenanalyse allen Kunden einen individuellen Wert zu, der die Bedeutung des Kunden für das Unternehmen darstellt. So konzentrieren sich Marketing und Sales auf die Kontakte, die tatsächlich den Umsatz ankurbeln, und umgarnen diese viel fokussierter und maßgeschneiderter.
Aufgaben einer Kundenanalyse:
Der Individuellen Betreuung fällt im B2B besondere Bedeutung zu, da die zu zahlende Summe im Business-Bereich meist viel höher ausfällt als im B2C. Deshalb müssen Unterschiede der jeweiligen Branchen und Marktsegmente bei den Vertriebsmaßnahmen auf jeden Fall berücksichtigt werden.
Die Klärung des Kundenwertes für ein Unternehmen erreichen Vertriebsmitarbeiter über unterschiedliche Modelle. Mögliche Kundenstrukturanalysen hängen von den vorhandenen Merkmalen ab:
Bei dem Customer Lifetime Value bezeichnet der resultierende Wert die Bedeutung des Kunden über die gesamte Länge der „Kundenlebenszeit". Der CLV berücksichtigt also die Kundenbeziehung in der Vergangenheit und in der Gegenwart, um Prognosen für kommende Abnahmen des Kunden zu erstellen. All diese Informationen fließen in die finale Bewertung ein.
Eine Methode den Customer Lifetime Value zu ermitteln ist folgende:
Man multipliziert den durchschnittlichen Kaufwert dK mit der durchschnittlichen Bruttomarge dB, der Kaufhäufigkeit kH und der Lebensdauer des Kunden lK. Zuletzt wird die Anfangsinvestition (Customer Acquisition Cost) CAC abgezogen.
Es ergibt sich also folgende Formel:CLV = dK * dB * kH * lK - CAC
Ein Beispiel dazu:
Dieser Kunde gibt pro Monat 500 € in einem Jahresabonnement über 5 Jahre aus. Das Produkt hat eine durchschnittliche Bruttomarge von 80 % und Ihre Akquisekosten beliefen sich auf 400 €. Somit berechnet der CLV:CLV = 500 € * 0,8 * 12 * 5 - 400 € = 23.600 €
Das Pareto-Prinzip beschreibt eine analytische Besonderheit: Oftmals steht das Ergebnis zum Aufwand im Verhältnis 80 zu 20. Das bedeutet, dass 80 % der Ergebnisse nur 20 % des gesamten Aufwands erfordern. Gleichzeitig benötigen aber die Kunden der übrigen 20 % Ergebnisse bei 80 % des Gesamtaufwands.
Dementsprechend sollten Analyseverantwortliche herausfinden, welche Kunden zu den 20 % gehören, die 80 % des Umsatzes ausmachen. Hier kann die ABC-Kundenanalyse helfen
Analytiker teilen die Kundschaft in drei Gruppen auf, die jeweils für einen unterschiedlichen Umsatz verantwortlich sind:
Gemäß dem Pareto-Prinzip verursacht Gruppe A den meisten Umsatz bei geringstem Aufwand. Auf dieser Kundengruppe liegt also der Fokus. Auch Gruppe B sollten Marketing und Vertrieb in Kampagnen integrieren. Gruppe C verursacht hauptsächlich Kosten bei wenig Ergebnis und benötigt daher keine Aufwände.
Jeder Kunde erhält einen Wert innerhalb einer festgelegten Scala, beispielsweise 0 bis 50, in folgenden Kategorien:
Am bedeutendsten innerhalb dieses Scorings gilt der letzte Kauf. Dieses Modell ist individuell erweiterbar um Punkte, die das anwendende Unternehmen als wichtige Faktoren innerhalb des Vertriebsprozesses ausmachenn kann. Allerdings ist dieses Modell in grundlegender Ausführung zwar einfach durchzuführen, gleichzeitig aber ziemlich subjektiv.
Diese Analyse gliedert Kunden in Phasen eines festgelegten Kundenlebenszyklus. Abnehmer werden aufgrund ihrer Merkmale in die jeweilige Kategorie eingestuft, um den kommenden Verlauf zu prognostizieren und damit ihre Bedeutung, aktuell sowie in naher Zukunft, zu bestimmen.
Die meisten B2B-Kundenanalysen greifen leider nur kurzzeitig oder beurteilen äußerst subjektiv. Dabei liegt der Sinn einer B2B Kundenanalyse darin, ein möglichst genaues und ganzheitliches Bild des Kunden zu erlangen, um daran seine Bedürfnisse, seine Kaufentscheidungen und seinen Kundenwert abzulesen. Außerdem beeinflussen unzureichende CRM-Tools und unvollständige Kundendaten das Ergebnis negativ. So erhalten Vertrieb und Marketing keine genaue Sicht auf Kaufverhalten und Kundenstatus.
Exakte Daten in ausreichender Menge müssen also für jede B2B-Kundenanalyse vorhanden sein. Sowohl dabei, die Kundenprofile der Bestandskunden anzureichern und unerwünschte Lücken zu füllen, als auch dabei, auf bislang unentdeckte Potenziale zu stoßen, hilft die databyte Business Engine. Sie weist auf bis zu tagesaktuell erneuerte Unternehmens- und Ansprechpartnerdaten hin und reichert die Einzelinformationen im angeschlossenen CRM-System an.
Für eine professionelle Werteinschätzung der Bestands- und potenziellen Neukunden durchleuchtet databyte die Businesskontakte mittels patentierter Leadscore-Analyse. Ausgebildete Datenanalysten ermitteln individuell den Wert der Kunden, um Sales-Teams Arbeit abzunehmen und den Kundenkontakt möglichst effizient zu gestalten.
Eine Kundenanalyse hilft dabei, die Kundenzufriedenheit festzustellen – die einen besonders hohen Stellenwert in den langfristigen Kundenbeziehungen im B2B einnimmt.
Die Kundenanalyse, auch Customer Analytics genannt, definiert Kundendaten eines Unternehmens systematisch. So können Firmen die Wertigkeit der jeweiligen Kundenkontakte einordnen und sie möglichst profitabel nutzen.
