Vertriebsmanagement steuert alle Tätigkeiten, mit denen ein Unternehmen seine Produkte am Markt verkauft, von der Vertriebsstrategie über die Prozesse bis zur Führung des Vertriebsteams. Die Vertriebsleitung plant und misst diese Tätigkeiten anhand fester Kennzahlen und steuert anhand der Ergebnisse nach.
Das Aufgabenfeld verteilt sich auf drei Ebenen. Auf der strategischen Ebene legen Geschäftsführung und Vertriebsleitung Zielmärkte, Kanäle und Preislogik fest. Auf der Prozessebene definiert die Vertriebsleitung, wie ein Interessent vom Erstkontakt bis zur Unterschrift geführt wird. Auf der Führungsebene verantwortet sie Besetzung, Weiterbildung und Vergütung des Teams.
Das Aufgabenfeld verteilt sich auf drei Ebenen:
Die vier Begriffe beschreiben dieselbe Aufgabe auf unterschiedlichen Ebenen:
Sales Management ist die englische Entsprechung zu Vertriebsmanagement und wird in international aufgestellten Unternehmen synonym verwendet.
legt im Ideal Customer Profile fest, welche Unternehmen überhaupt angesprochen werden. Sie beantwortet, welche Branche, welche Umsatzgröße, welche Mitarbeiterzahl und welche Region zum Angebot passen und welche Rolle im Unternehmen der Ansprechpartner hat.
übersetzt das Umsatzziel in Aktivitäten. Aus einem 2-Millionen-Euro-Jahresziel bei einer durchschnittlichen Abschlussgröße von 20.000 Euro und einer Win Rate von 25 Prozent ergeben sich 400 benötigte abgeschlossene Deals im Jahr. Diese Rechnung bestimmt Teamgröße, Gebietsplanung und Quoten.
beschreibt die Phasen, die ein Interessent durchläuft, und die Kriterien für den Übergang in die nächste Phase. Ohne diese Kriterien schätzt jeder Mitarbeiter den Stand eines Deals anders ein und der Forecast wird unbrauchbar.
verantwortet Besetzung, Einarbeitung, Coaching und Vergütung. Die Kennzahlensteuerung schließt den Kreis und prüft monatlich, ob die geplanten Aktivitäten die geplanten Ergebnisse liefern.
Vertriebsmanagement verfolgt drei Zielarten, die sich gegenseitig begrenzen. Umsatzziele legen fest, wie viel Neugeschäft und Bestandsgeschäft das Team liefert. Produktivitätsziele legen fest, mit welchem Aufwand das geschieht, gemessen etwa an den Vertriebskosten je gewonnenem Kunden. Qualitätsziele legen fest, welche Kunden das Unternehmen gewinnen will, gemessen an Kündigungsquote und Deckungsbeitrag.
Ein Ziel ohne zugeordnete Kennzahl bleibt eine Absichtserklärung. Deshalb bekommt jedes der drei Ziele im Vertriebsmanagement eine Messgröße, einen Zielwert und einen Prüfzeitpunkt.
Eine Vertriebsstrategie entsteht in sechs Schritten, die aufeinander aufbauen und jeweils ein schriftliches Ergebnis liefern. Arbeiten Sie die Schritte in dieser Reihenfolge ab, weil jeder Schritt die Eingabe für den nächsten liefert.
Die tägliche Steuerung läuft über drei Bausteine: einen definierten Pipeline-Prozess mit Exit-Kriterien je Phase, feste Review-Rhythmen und klar zugeordnete Verantwortlichkeiten. Diese drei Bausteine ersetzen die Rückfrage, wie es denn gerade läuft, durch eine überprüfbare Antwort.
Definieren Sie für jede Pipeline-Phase ein Kriterium, das der Interessent erfüllt haben muss. Eine Angebotsphase beginnt erst, wenn Budget, Zeitpunkt und Freigabeprozess auf Kundenseite bekannt sind. Ohne diese Kriterien rücken Deals nach Bauchgefühl vor und der Forecast liegt regelmäßig daneben.
Setzen Sie eine Verfallsregel. Ein Deal, der 60 Tage keine dokumentierte Kundenaktivität zeigt, fällt automatisch zurück oder wird geschlossen. Karteileichen blähen die Pipeline auf und verdecken, dass zu wenig Neugeschäft nachkommt.
Prüfen Sie den Forecast monatlich gegen das tatsächliche Ergebnis. Weicht die Prognose regelmäßig deutlich ab, sollten Phasenkriterien, Datenqualität und Schätzungen der Mitarbeiter überprüft werden.
Führen Sie ein wöchentliches Einzelgespräch von 30 Minuten je Mitarbeiter, das immer denselben Aufbau hat. Zahlenstand, zwei konkrete Deals im Detail, eine Vereinbarung für die kommende Woche. Coaching am realen Deal wirkt stärker als allgemeine Verkaufstrainings, weil der Mitarbeiter das Gelernte am selben Tag anwendet.
Bei der Vergütung haben sich drei Modelle etabliert:
Wiederkehrende Arbeitsschritte wie Terminerinnerungen, Angebotsnachfassen und Datenpflege gehören automatisiert. Eine Vertriebsautomatisierung setzt zuerst an den Schritten an, die täglich anfallen und keine Entscheidung des Mitarbeiters erfordern.
Die folgenden sechs Kennzahlen decken zentrale Bereiche der Vertriebssteuerung ab. Sie zeigen, wie viel gewonnen wird, wie lange es dauert, wo Interessenten verloren gehen, wie groß die Abschlüsse sind, was ein Kunde kostet und wie verlässlich die Prognose ist.
Die Priorität hängt von Teamgröße und Fallzahl ab. Bei kleinen Teams können Win Rate und Sales Cycle Length besonders aussagekräftig sein. Mit wachsender Datenbasis gewinnt die Conversion Rate je Phase an Bedeutung, weil sie zeigt, an welcher Stelle im Prozess das Team Interessenten verliert.
Software für Vertriebsmanagement verteilt sich auf drei Kategorien. Ein CRM-System verwaltet Kontakte, Deals und Aktivitäten. Sales-Intelligence- und Datenanreicherungswerkzeuge liefern die Firmen- und Kontaktdaten, mit denen das CRM gefüllt und aktuell gehalten wird. Reporting- und Forecasting-Werkzeuge werten diese Daten aus und erzeugen die Kennzahlen aus dem vorherigen Kapitel.
Eine integrierte Vertriebssoftware kann diese drei Bereiche in einer Oberfläche kombinieren. In der Praxis setzen viele Unternehmen auf ein CRM als Kern und ergänzen es um angebundene Werkzeuge.
Prüfen Sie bei der Auswahl vier Kriterien:
Eine Vertriebssoftware deckt diese drei Kategorien unterschiedlich breit ab, vom reinen CRM bis zur Plattform mit eigener Datenbasis. Wie weit die Digitalisierung im Vertrieb technisch reicht, hängt davon ab, wie sauber Sie die Prozessschritte vorher dokumentiert haben.
Vertriebsmanagement scheitert an veralteten Firmendaten, weil Territorienschnitt, Quotenverteilung und Forecast auf Firmeninformationen aufsetzen, die im CRM mit jedem Monat ungenauer werden. Ansprechpartner wechseln den Arbeitgeber, Unternehmen fusionieren, Umsatzgrößen verschieben sich. Die Planung bleibt auf dem Stand des Tages, an dem die Daten importiert wurden.
Die Folgen zeigen sich zeitversetzt und werden selten der Datenqualität zugeordnet:
Eine belastbare Datengrundlage erfüllt diese Kriterien:
databyte deckt diese vier Punkte mit der Business Engine ab, einer Datenbank mit Firmeninformationen für den Vertrieb mit über 10 Millionen Firmenprofilen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und täglicher Aktualisierung.
Vertriebsmanagement wird dann steuerbar, wenn Strategie, Prozess und Kennzahlen dieselbe Sprache sprechen. Ein Ideal Customer Profile ohne Potenzialrechnung bleibt Theorie. Pipeline-Phasen ohne Exit-Kriterien erzeugen einen Forecast, dem niemand traut. Kennzahlen ohne saubere Stammdaten messen die falschen Dinge. Wer diese drei Ebenen verbindet, verlagert die Arbeit der Vertriebsleitung vom Nachfragen zum Nachsteuern.
Ihre Vorteile mit databyte:
Ein Vertriebsmanager verantwortet Umsatzziele, Vertriebsprozess und Team. Er plant Quoten und Territorien, führt Einzelgespräche mit den Mitarbeitern, prüft die Pipeline und berichtet den Forecast an die Geschäftsführung. Der Anteil an eigenen Kundenterminen sinkt mit wachsender Teamgröße.
Die Vergütung im Vertriebsmanagement setzt sich meist aus Fixum und variablem Anteil zusammen. Im Geschäftskundenvertrieb liegt der variable Anteil typischerweise bei 20 bis 30 Prozent des Zielgehalts. Die Höhe hängt von Branche, Teamgröße und Umsatzverantwortung ab.
Im Innendienst steuern Sie über Aktivitätszahlen wie Gesprächsmenge und Reaktionszeit, weil die Zyklen kurz sind. Im Außendienst steuern Sie über Pipeline-Qualität und Terminvorbereitung, weil ein Besuch teuer ist und sich hohe Aktivität dort nicht rechnet.
Ja, allerdings in reduzierter Form. Auch kleine Vertriebsteams profitieren von definierten Pipeline-Phasen und regelmäßigen Zahlenrunden. Gebietsplanung, Quotenmodelle und Phasenanalysen lohnen sich, sobald Teamgröße und Fallzahlen dafür ausreichend sind.
Firmendaten stammen aus öffentlichen Registern, Unternehmenswebsites, Stellenportalen und offiziellen Veröffentlichungen. Anbieter wie databyte bündeln solche Quellen zu Firmenprofilen mit Umsatzdaten, Mitarbeiterzahl, Entscheidern und Tech-Stack und verarbeiten personenbezogene Daten nach eigenen Angaben gemäß den geltenden Datenschutzvorgaben.
Verknüpfen Sie Ihr CRM mit einer Datenquelle, die Firmenprofile regelmäßig abgleicht und Abweichungen zurückspielt. databyte gleicht bestehende Datensätze gegen die täglich aktualisierte Firmendatenbank ab und ergänzt fehlende Merkmale automatisch.
